Zum Inhalt springen
Ratgeber Blutwerte
DE

Sexualhormone

DHEA-S (DHEA-Sulfat) im Blut

Frauen, 18–29 Jahre1,2–8,7 µmol/l

45–320 µg/dl, umgerechnet (MedlinePlus)

9 weitere Gruppen und Quellen ↓

Preis
ab 18 €
Medicina practica (2026-09-19)
Aktualisiert
2026-09-13
Jede Zahl mit Quelle

Diese Seite in anderen Sprachen: Lietuviškai English Русский Polski Svenska Norsk Dansk

Was DHEA-S ist

DHEA-Sulfat (Dehydroepiandrosteronsulfat) ist ein Hormon, das nahezu ausschließlich in der Nebennierenrinde gebildet wird. Anders als bei den meisten Hormonen, deren Blutspiegel im Tagesverlauf schwanken, bleibt die DHEA-S-Konzentration recht stabil, weshalb sie als praktischerer Marker der Androgenbildung in den Nebennieren gilt als das reine DHEA. Der Körper nutzt DHEA-S als Ausgangsstoff für die Bildung der Sexualhormone Testosteron und Östrogene – bei Frauen wie bei Männern. Der DHEA-S-Spiegel ist im jungen Erwachsenenalter natürlicherweise am höchsten und sinkt mit dem Alter allmählich. Bestimmt wird der Wert meist, um die Nebennierenfunktion zu beurteilen: wenn eine Frau Zeichen eines Überschusses männlicher Hormone zeigt (verstärkte Körperbehaarung, Akne, Zyklusstörungen), wenn bei einem Kind eine vorzeitige Pubertät auftritt oder wenn ein Tumor der Nebenniere oder der Eierstöcke vermutet wird. DHEA-S wird oft zusammen mit Testosteron, weiteren Sexualhormonen und, falls nötig, einer Bildgebung der Nebennieren beurteilt.

Referenzbereiche

GruppeBereich, µmol/lQuelle
Frauen, 18–29 Jahre 45–320 µg/dl, umgerechnet (MedlinePlus)1,2–8,7MedlinePlus Geprüft 2026-01-25
Frauen, 30–39 Jahre 40–325 µg/dl, umgerechnet (MedlinePlus)1,1–8,8MedlinePlus Geprüft 2026-01-25
Frauen, 40–49 Jahre 25–220 µg/dl, umgerechnet (MedlinePlus)0,7–6,0MedlinePlus Geprüft 2026-01-25
Frauen, 50–59 Jahre 15–170 µg/dl, umgerechnet (MedlinePlus)0,4–4,6MedlinePlus Geprüft 2026-01-25
Frauen, über 59 Jahre Unter 145 µg/dl, umgerechnet (MedlinePlus)bis 3,9MedlinePlus Geprüft 2026-01-25
Männer, 18–29 Jahre 110–510 µg/dl, umgerechnet (MedlinePlus)3,0–14,0MedlinePlus Geprüft 2026-01-25
Männer, 30–39 Jahre 110–370 µg/dl, umgerechnet (MedlinePlus)3,0–10,0MedlinePlus Geprüft 2026-01-25
Männer, 40–49 Jahre 45–345 µg/dl, umgerechnet (MedlinePlus)1,2–9,4MedlinePlus Geprüft 2026-01-25
Männer, 50–59 Jahre 25–240 µg/dl, umgerechnet (MedlinePlus)0,7–6,5MedlinePlus Geprüft 2026-01-25
Männer, über 59 Jahre Unter 204 µg/dl, umgerechnet (MedlinePlus)bis 5,5MedlinePlus Geprüft 2026-01-25

Laut MedlinePlus hängt der DHEA-S-Bereich bei erwachsenen Frauen vom Alter ab: 18–29 Jahre – 1,2–8,7 µmol/l, 30–39 Jahre – 1,1–8,8 µmol/l, 40–49 Jahre – 0,7–6,0 µmol/l, 50–59 Jahre – 0,4–4,6 µmol/l, und bei Frauen über 59 Jahre reicht die obere Grenze bis 3,9 µmol/l. Die Quelle nennt gesondert Bereiche für Männer, die in denselben Altersgruppen höher liegen (zum Beispiel bis 14,0 µmol/l bei Männern von 18–29 Jahren), erklärt in ihrer Tabelle aber nicht, warum sich die Grenzen bei Männern und Frauen unterscheiden. Angegeben sind nur getrennte Zahlen nach Geschlecht und Alter. Ihr Wert muss daher mit dem Bereich für Ihre eigene Altersgruppe und Ihr Geschlecht verglichen werden, der auf Ihrem Laborbefund steht, denn verschiedene Labore können leicht unterschiedliche Grenzen verwenden.

Laut MedlinePlus hängt der DHEA-S-Bereich auch bei erwachsenen Männern vom Alter ab: 18–29 Jahre – 3,0–14,0 µmol/l, 30–39 Jahre – 3,0–10,0 µmol/l, 40–49 Jahre – 1,2–9,4 µmol/l, 50–59 Jahre – 0,7–6,5 µmol/l, und bei Männern über 59 Jahre reicht die obere Grenze bis 5,5 µmol/l. Diese Grenzen liegen höher als die für die Frauengruppen desselben Alters (zum Beispiel bis 8,7 µmol/l bei Frauen von 18–29 Jahren), MedlinePlus äußert sich jedoch nicht dazu, welche Physiologie hinter diesem Unterschied zwischen den Geschlechtern steht – angegeben sind nur getrennte Zahlen nach Geschlecht und Alter. Es kommt also darauf an, den Wert mit dem Bereich für Ihr eigenes Geschlecht und Ihre Altersgruppe auf Ihrem Laborbefund zu vergleichen, denn die Grenzen können zwischen Laboren leicht abweichen.

Wann DHEA-S bestimmt wird

  • Bei Frauen, wenn Zeichen eines Überschusses männlicher Hormone auftreten – verstärkte Behaarung im Gesicht oder am Körper, Akne, lichter werdendes Kopfhaar, Veränderungen der Stimme
  • Wenn der Menstruationszyklus gestört ist und ein polyzystisches Ovarialsyndrom oder eine andere hormonelle Ursache vermutet wird
  • Bei Kindern, wenn eine vorzeitige Pubertät zu beobachten ist
  • Bei Verdacht auf einen Tumor der Nebenniere oder der Eierstöcke
  • Zur Beurteilung der Nebennierenfunktion, wenn eine Nebenniereninsuffizienz oder eine andere Nebennierenerkrankung vermutet wird
  • Wenn das sexuelle Verlangen nachgelassen hat und eine hormonelle Ursache gesucht wird

So bereiten Sie sich vor

  • Eine besondere Vorbereitung ist nicht nötig
  • Wichtig ist, Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu sagen, wenn Sie Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel mit DHEA oder DHEA-Sulfat einnehmen – sie können den Wert beeinflussen

Was allgemein für jede Blutabnahme gilt, ist in einem eigenen Beitrag zusammengefasst: Vorbereitung auf die Blutabnahme.

Erhöhtes DHEA-S

Ein erhöhtes DHEA-S wird laut MedlinePlus als Zeichen einer verstärkten Androgenbildung in der Nebennierenrinde gedeutet. Die häufigsten Ursachen sind eine angeborene Nebennierenrindenhyperplasie, ein Nebennierentumor und das polyzystische Ovarialsyndrom; seltener kann auch ein Tumor der Eierstöcke die Ursache sein. Bei Frauen kann sich das durch verstärkte Behaarung und andere Zeichen eines Überschusses männlicher Hormone zeigen. Weitere Hormonwerte und eine Bildgebung helfen, die genaue Ursache zu klären.

  • Angeborene Nebennierenrindenhyperplasie – eine erbliche Erkrankung der Nebennieren
  • Ein Nebennierentumor
  • Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
  • Vorzeitige Pubertät
  • Ein Tumor der Eierstöcke (eine seltene Ursache)

Beschwerden, die einen erhöhten Wert begleiten können: verstärkte Behaarung im Gesicht und am Körper, Veränderungen der Stimme, Störungen des Menstruationszyklus, Akne, vermehrte Muskelmasse, lichter werdendes Kopfhaar.

  • Ob die Beschwerden (verstärkte Behaarung, Zyklusstörungen) zum Wert passen – besprechen Sie das mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt
  • Weitere Sexualhormone (Testosteron, LH, FSH) helfen, die Ursache einzugrenzen
  • Eine Bildgebung der Nebennieren oder der Eierstöcke, wenn ein Tumor vermutet wird
  • Wann der Test wiederholt werden sollte, um die Veränderung zu beurteilen

Niedriges DHEA-S

Ein niedriges DHEA-S wird laut MedlinePlus als Zeichen einer verminderten Androgenbildung in den Nebennieren gedeutet. Die häufigsten Ursachen sind Störungen der Nebennierenfunktion (zum Beispiel die Addison-Krankheit), Störungen der Hypophysenfunktion (Hypopituitarismus) und einige Medikamente aus der Gruppe der Glukokortikoide. Ein altersbedingtes Absinken des Spiegels kann mit einem verminderten sexuellen Verlangen zusammenhängen.

  • Störungen der Nebennierenfunktion, zum Beispiel die Addison-Krankheit
  • Eine Störung der Hypophysenfunktion (Hypopituitarismus)
  • Medikamente aus der Gruppe der Glukokortikoide
  • Der natürliche altersbedingte Rückgang des DHEA-S

Beschwerden, die einen niedrigen Wert begleiten können: unerklärter Gewichtsverlust, Übelkeit, Schwindel, Flüssigkeitsmangel, Verlangen nach salzigem Essen, verminderte sexuelle Lust (beim altersbedingten Rückgang).

  • Untersuchungen der Nebennierenfunktion (zum Beispiel Cortisol, ACTH), wenn eine Nebenniereninsuffizienz vermutet wird
  • Die Beurteilung der Hypophysenfunktion, wenn ein Hypopituitarismus vermutet wird
  • Eine Durchsicht Ihrer Medikamente zusammen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt
  • Wann der Test wiederholt werden sollte, um die Veränderung zu beurteilen

Den Wert lesen

Eine einzelne DHEA-S-Zahl benennt für sich keine Ursache: Die genaue Ursache klärt eine Ärztin oder ein Arzt zusammen mit weiteren Hormonwerten und, falls nötig, einer Bildgebung. Da die Grenzen von Geschlecht und Alter abhängen und zwischen Laboren leicht abweichen können, vergleichen Sie die Zahl mit dem Bereich auf Ihrem eigenen Befund – nach derselben Logik, die für das Lesen von Blutwerten allgemein gilt.

Die gesamte Website auf Litauisch: proactiva.app

Häufige Fragen

›Wie hoch ist der normale DHEA-S-Bereich?

Laut MedlinePlus reicht der Bereich bei erwachsenen Frauen von 0,4 µmol/l (über 59 Jahre) bis 8,8 µmol/l (30–39 Jahre) und bei Männern von 0,7 µmol/l (über 59 Jahre) bis 14,0 µmol/l (18–29 Jahre). Der Bereich hängt von Alter und Geschlecht ab, das genaue Intervall muss daher mit dem Bereich auf Ihrem eigenen Laborbefund verglichen werden.

›Wie unterscheidet sich DHEA-S von Testosteron?

DHEA-S ist ein Hormon der Nebennieren, das der Körper als Ausgangsstoff für die Bildung von Testosteron und Östrogenen nutzt. Testosteron ist das fertige Sexualhormon, DHEA-S seine Vorstufe – deshalb werden beide Werte manchmal gemeinsam beurteilt, besonders wenn die Ursache eines Überschusses männlicher Hormone gesucht wird.

›Warum wird DHEA-S bei Frauen mit verstärkter Behaarung oder Zyklusstörungen bestimmt?

Ein erhöhtes DHEA-S spricht für eine verstärkte Androgenbildung in den Nebennieren, die verstärkte Behaarung, Akne und Störungen des Menstruationszyklus verursachen kann. Laut MedlinePlus sind die häufigsten Ursachen eines solchen Anstiegs das polyzystische Ovarialsyndrom, eine angeborene Nebennierenrindenhyperplasie oder ein Nebennierentumor; seltener kann auch ein Tumor der Eierstöcke die Ursache sein.

›Sinkt DHEA-S mit dem Alter?

Ja. Die Referenztabellen von MedlinePlus zeigen, dass sowohl die obere als auch die untere DHEA-S-Grenze mit jeder Altersgruppe sinkt – bei Frauen wie bei Männern. Der Spiegel ist im jungen Erwachsenenalter am höchsten und geht in höherem Alter allmählich zurück.

›Brauche ich für eine DHEA-S-Bestimmung eine besondere Vorbereitung?

Laut MedlinePlus ist keine besondere Vorbereitung nötig. Sie müssen Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt allerdings sagen, wenn Sie Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel mit DHEA oder DHEA-Sulfat einnehmen, denn sie können den Wert beeinflussen.

›Was bedeutet ein niedriges DHEA-S?

Ein niedriges DHEA-S wird als Zeichen einer verminderten Androgenbildung in den Nebennieren gedeutet. Laut MedlinePlus kann das mit Störungen der Nebennierenfunktion (zum Beispiel der Addison-Krankheit), mit Störungen der Hypophyse oder mit einigen Medikamenten aus der Gruppe der Glukokortikoide zusammenhängen – die genaue Ursache klärt eine Ärztin oder ein Arzt zusammen mit weiteren Untersuchungen.

Quellen

  1. MedlinePlus (US National Library of Medicine): DHEA-Sulfat im Blut — 2026-09-06
  2. MedlinePlus (US National Library of Medicine): DHEA-Sulfat-Test — 2026-09-06

Verwandte Blutwerte

Diese Website ist kein Notdienst. Wenn plötzlich starke Brust- oder Kopfschmerzen, Atemnot, Verwirrtheit, Sprachstörungen, starke Blutungen oder eine andere akute Störung auftreten — warten Sie nicht auf Laborwerte, rufen Sie 112 an.

Diese Informationen sind keine Diagnose und ersetzen keine ärztliche Beratung. Referenzbereiche hängen vom Labor, vom Alter und vom Geschlecht ab — vergleichen Sie Ihr Ergebnis immer mit dem Bereich, der auf Ihrem eigenen Befund steht.