GGT-Blutwert: was das Ergebnis bedeutet
Das genaue Intervall hängt von der Labormethode ab (Enzyklopädie MedlinePlus)
- Aktualisiert
- 2026-09-13
- Jede Zahl mit Quelle
Was GGT ist
Die Gamma-Glutamyltransferase (GGT) ist ein Enzym, das überwiegend in der Leber vorkommt, daneben auch in den Gallenwegen, den Nieren und der Bauchspeicheldrüse. Sie ist am Stoffwechsel von Aminosäuren und Eiweißen beteiligt. Werden Leberzellen oder Gallenwege geschädigt, gelangt GGT ins Blut und der Wert steigt an. Die GGT-Bestimmung erfolgt häufig zusammen mit anderen Leberwerten — ALT, AST und alkalische Phosphatase —, weil sie unterscheiden hilft, ob eine erhöhte alkalische Phosphatase mit der Leber oder mit den Knochen zusammenhängt: Bei einer knöchernen Ursache bleibt GGT normal. GGT dient außerdem dem Nachweis eines Verschlusses der Gallenwege (Cholestase) und als zusätzlicher Marker bei der Einschätzung des Alkoholkonsums, denn regelmäßiges Trinken erhöht GGT. Für die Untersuchung wird Blut aus einer Vene entnommen.
Referenzbereich
| Gruppe | Bereich, U/l | Quelle |
|---|---|---|
| Erwachsene Das genaue Intervall hängt von der Labormethode ab (Enzyklopädie MedlinePlus) | 5–40 | MedlinePlus Geprüft 2025-01-01 |
Nach der Enzyklopädie MedlinePlus liegt der GGT-Normbereich für Erwachsene bei 5–40 U/l. Das genaue Intervall kann sich je nach verwendeter Labormethode unterscheiden; maßgeblich ist deshalb der Bereich, der auf Ihrem eigenen Befund steht. Die Ursache eines Wertes außerhalb dieses Bereichs kann nur eine Ärztin oder ein Arzt klären, die oder der ihn zusammen mit Ihren übrigen Befunden beurteilt. Sind Ihnen die Zahlen auf dem Befund unvertraut, hilft Blutwerte lesen weiter.
Wann GGT bestimmt wird
- Bei Verdacht auf eine Lebererkrankung — Hepatitis, Fettleber oder Zirrhose
- Wenn andere Leberwerte (vor allem die alkalische Phosphatase) erhöht sind und geklärt werden muss, ob die Ursache in der Leber oder in den Knochen liegt
- Bei Müdigkeit, Schwäche, einer gelblichen Verfärbung der Haut oder der Augäpfel (Gelbsucht), Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen oder Bauchschwellung, Übelkeit, Erbrechen oder Juckreiz
- Bei Verdacht auf einen Verschluss der Gallenwege
- Bei der Einschätzung des Alkoholkonsums oder der Beobachtung seines Verlaufs
- Zur Kontrolle der Leber während der Einnahme lebertoxischer Medikamente
Wie Sie sich vorbereiten
- Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt eingenommene Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel sowie Alkoholkonsum und Rauchen — sie können das Ergebnis beeinflussen
- Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Sie bitten, eine Zeit lang nichts zu essen, da der GGT-Wert nach einer Mahlzeit abfällt
Allgemeine Hinweise, die für jede Blutentnahme gelten, sind unter Vorbereitung auf die Blutentnahme zusammengefasst.
Ein erhöhtes GGT
Ein erhöhtes GGT weist auf eine mögliche Schädigung der Leber oder der Gallenwege hin. Die häufigsten Ursachen sind Alkoholkonsum, ein gestörter Gallefluss, eine Hepatitis oder eine Leberzirrhose. GGT kann auch bei einer Herzinsuffizienz, bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, bei Lungenerkrankungen oder durch lebertoxische Medikamente ansteigen. Beurteilt wird der Wert zusammen mit den übrigen Leberwerten.
- Alkoholkonsum
- Gestörter Gallefluss (Cholestase)
- Entzündung der Leber (Hepatitis)
- Leberzirrhose (Vernarbung)
- Gestörte Durchblutung der Leber oder Schädigung des Lebergewebes
- Ein Tumor der Leber oder Krebs
- Diabetes mellitus
- Herzinsuffizienz
- Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
- Lungenerkrankungen
- Einnahme lebertoxischer Medikamente
Beschwerden, die mit einem erhöhten GGT einhergehen können
- Müdigkeit, Schwäche
- Gelbsucht — Gelbfärbung der Haut oder der Augäpfel
- Appetitlosigkeit
- Bauchschmerzen oder Bauchschwellung
- Übelkeit und Erbrechen
- Starker Juckreiz
Was Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen können
- Weitere Leberwerte (ALT, AST, alkalische Phosphatase, Bilirubin) — sie helfen, die Ursache einzugrenzen
- Eine Einschätzung des Alkoholkonsums
- Eingenommene Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die GGT erhöhen können
- Eine Bildgebung der Gallenwege, wenn eine Cholestase vermutet wird
- Wann die Untersuchung wiederholt werden sollte, damit der Verlauf sichtbar wird
Ein niedriges oder normales GGT
Ein niedriges oder normales GGT spricht in der Regel gegen eine Lebererkrankung — nach MedlinePlus ist eine Lebererkrankung dann unwahrscheinlich. Die GGT-Bestimmung soll eine Schädigung der Leber oder der Gallenwege aufdecken, deshalb gibt ein niedrigerer Wert für sich genommen wenig Anlass zur Sorge; mehr Gewicht hat ein Anstieg. Manche Medikamente können das GGT-Ergebnis vorübergehend senken.
- Das gilt als normales, gesundes Ergebnis, das nicht auf eine Lebererkrankung hinweist
- Manche hormonellen Verhütungsmittel oder Lipidsenker können das GGT-Ergebnis senken — nennen Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt deshalb die eingenommenen Medikamente
Bestehen Beschwerden (Müdigkeit, Bauchschmerzen), besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt andere mögliche Ursachen, die nicht mit der Leber zusammenhängen.
GGT und alkalische Phosphatase
Die alkalische Phosphatase steigt sowohl bei Erkrankungen der Leber als auch bei Erkrankungen der Knochen an. Ist gleichzeitig GGT erhöht, liegt die Ursache am ehesten in der Leber; ist GGT normal, hängt sie häufiger mit den Knochen zusammen. Auch deshalb werden beide Werte oft gemeinsam angefordert.
Was die Untersuchung in litauischen Laboren kostet
Im Labor Medicina practica kostet eine GGT-Bestimmung ab 6 € (Preisstand September 2026). In anderen Laboren kann der Preis abweichen; die Hausärztin oder der Hausarzt kann die Untersuchung bei entsprechender Indikation auch kostenfrei veranlassen.
Die gesamte Website auf Litauisch: proactiva.app
Häufige Fragen
›Wie hoch ist der normale GGT-Bereich?
Nach der Enzyklopädie MedlinePlus liegt der normale GGT-Bereich für Erwachsene bei 5–40 U/l. Das genaue Intervall kann sich je nach verwendeter Labormethode unterscheiden, den maßgeblichen Bereich finden Sie deshalb auf Ihrem eigenen Befund.
›Was bedeutet ein erhöhtes GGT?
Ein erhöhtes GGT gilt laut MedlinePlus als Zeichen einer Schädigung der Leber oder der Gallenwege. Die häufigsten Ursachen sind Alkoholkonsum, ein gestörter Gallefluss, eine Hepatitis oder eine Leberzirrhose; die Ursache kann jedoch nur eine Ärztin oder ein Arzt klären, die oder der die Befunde zusammen mit weiteren Untersuchungen beurteilt.
›Zeigt die GGT-Bestimmung Alkoholkonsum an?
GGT wird als zusätzlicher Marker bei der Einschätzung des Alkoholkonsums verwendet, weil regelmäßiges Trinken den GGT-Wert erhöht. Ein erhöhtes GGT kann jedoch auch andere Ursachen haben, eine einzelne Bestimmung belegt Alkoholkonsum daher nicht.
›Warum wird GGT zusammen mit der alkalischen Phosphatase bestimmt?
Die alkalische Phosphatase steigt sowohl bei Erkrankungen der Leber als auch bei Erkrankungen der Knochen an. Ist gleichzeitig GGT erhöht, liegt die Ursache am ehesten in der Leber; ist GGT normal, hängt sie häufiger mit den Knochen zusammen.
›Muss ich für eine GGT-Bestimmung nüchtern sein?
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Sie bitten, eine Zeit lang nichts zu essen, da der GGT-Wert nach einer Mahlzeit abfällt. Sprechen Sie außerdem über eingenommene Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel sowie über Alkoholkonsum und Rauchen, denn auch sie können das Ergebnis beeinflussen.
›Was kostet eine GGT-Bestimmung in litauischen Laboren?
Im Labor Medicina practica kostet eine GGT-Bestimmung ab 6 € (Stand September 2026). In anderen Laboren kann der Preis abweichen; die Hausärztin oder der Hausarzt kann die Untersuchung bei entsprechender Indikation kostenfrei veranlassen.
Quellen
- MedlinePlus Enzyklopädie: Gamma-Glutamyltransferase (GGT) im Blut — 2026-09-06
- MedlinePlus: Gamma-Glutamyltransferase-Test (GGT) — 2026-09-06
- Medicina practica — 2026-09-06
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Diese Website ist kein Notdienst. Wenn plötzlich starke Brust- oder Kopfschmerzen, Atemnot, Verwirrtheit, Sprachstörungen, starke Blutungen oder eine andere akute Störung auftreten — warten Sie nicht auf Laborwerte, rufen Sie 112 an.
Diese Informationen sind keine Diagnose und ersetzen keine ärztliche Beratung. Referenzbereiche hängen vom Labor, vom Alter und vom Geschlecht ab — vergleichen Sie Ihr Ergebnis immer mit dem Bereich, der auf Ihrem eigenen Befund steht.