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Wachstumshormon (GH): Normwerte und Befunde

Andere Bezeichnungen: STH

Erwachsene Männer0,05–3 µg/l

0,05–3 ng/ml laut MedlinePlus; 1 ng/ml = 1 µg/l

1 weitere Gruppe und Quellen ↓

Preis
ab 25 €
Medicina practica (2026-09-19)
Aktualisiert
2026-09-13
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Was das Wachstumshormon ist

Das Wachstumshormon (Somatotropin, abgekürzt STH oder GH) entsteht in der Hirnanhangsdrüse — einer Drüse an der Schädelbasis. Es regt Wachstum und Teilung der Zellen an, beeinflusst im Kindes- und Jugendalter die Entwicklung von Knochen und Muskeln und ist bei Erwachsenen am Stoffwechsel beteiligt — am Abbau von Fett und am Umsatz von Glukose und Eiweiß. Die Freisetzung erfolgt nicht gleichmäßig: Sie verläuft im Tagesverlauf in Schüben, und der größte Teil wird im Schlaf ausgeschüttet. Eine einzelne Zufallsmessung ist deshalb nicht immer aussagekräftig. Manchmal sind Stimulations- oder Suppressionstests nötig, bei denen nach Gabe eines Medikaments oder von Glukose über einen bestimmten Zeitraum mehrere Proben entnommen werden. Indirekt spiegelt sich die Menge des Wachstumshormons auch in einem anderen Laborwert wider — IGF-1 (insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1), der im Blut stabiler ist und häufig zusammen mit einer einmaligen GH-Messung oder an deren Stelle bestimmt wird.

Referenzbereiche

GruppeBereich, µg/lQuelle
Erwachsene Männer 0,05–3 ng/ml laut MedlinePlus; 1 ng/ml = 1 µg/l0,05–3MedlinePlus Geprüft 2026-01-25
Erwachsene Frauen 0,05–8 ng/ml laut MedlinePlus; 1 ng/ml = 1 µg/l0,05–8MedlinePlus Geprüft 2026-01-25

Nach der Quelle MedlinePlus liegt der normale Blutspiegel des Wachstumshormons bei erwachsenen Männern zwischen 0,05 und 3 µg/l (ng/ml) — ein engerer und niedrigerer Bereich als bei erwachsenen Frauen, für die 0,05–8 µg/l angegeben werden. Die Quelle weist darauf hin, dass das Wachstumshormon in Schüben freigesetzt wird und dass Höhe und Dauer dieser Schübe von Tageszeit, Alter und Geschlecht abhängen — das ist der einzige Umstand, den MedlinePlus damit verknüpft, dass die Bereiche für Männer und Frauen getrennt aufgeführt werden. Eine genauere biologische Erklärung, warum gerade bei Männern die obere Grenze niedriger liegt, gibt die Quelle nicht. Bei Kindern hängt der Bereich vom Alter ab und wird deshalb ärztlich genannt. Ein konkretes Ergebnis sollten Sie vor allem mit dem Bereich vergleichen, den das untersuchende Labor in seinem Befund angibt, denn die Grenzen können sich zwischen Laboren leicht unterscheiden.

Für erwachsene Frauen nennt dieselbe Quelle 0,05–8 µg/l (ng/ml) — ein breiterer und höherer Bereich als bei erwachsenen Männern mit 0,05–3 µg/l. Auch hier hält die Quelle fest, dass das Wachstumshormon in Schüben freigesetzt wird und dass Höhe und Dauer der Schübe mit Tageszeit, Alter und Geschlecht variieren — genau diesen Umstand nennt MedlinePlus im Zusammenhang mit den getrennt veröffentlichten Bereichen für Männer und Frauen. Den konkreten physiologischen Grund dafür, dass die obere Grenze bei Frauen höher liegt, erläutert sie nicht. Bei Kindern richtet sich der Normbereich nach Alter und Geschlecht, und für die Schwangerschaft gibt die Quelle keinen eigenen Bereich an. Bei der Deutung eines Ergebnisses zählt vor allem der Vergleich mit dem Bereich, den das untersuchende Labor angibt, denn die Grenzen können von Labor zu Labor leicht abweichen.

Wann der Test angeordnet wird

  • Bei Kindern, wenn das Wachstum hinter dem von Gleichaltrigen zurückbleibt oder Körpergröße, Arm- und Beinlänge sowie Gewicht niedriger sind als für Alter und Geschlecht erwartet
  • Bei Kindern, wenn die Pubertät verzögert einsetzt oder die Genitalien bei Jungen klein erscheinen
  • Bei Erwachsenen, wenn für eine Akromegalie typische Anzeichen auftreten — tiefere Stimme, vergrößerte Gesichtszüge (Lippen, Nase, Zunge), verstärktes Schwitzen, verdickte Knochen, fettige und grobe Haut
  • Bei Kindern, wenn für einen Gigantismus typische Anzeichen auftreten — schnelles Wachstum, ein unverhältnismäßig großer Kopf, große Hände und Füße, Übergewicht
  • Wenn ein Tumor der Hirnanhangsdrüse oder eine andere Störung ihrer Funktion vermutet wird
  • Zur Verlaufskontrolle einer bereits festgestellten Störung des Wachstumshormons

Wie Sie sich vorbereiten

  • Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann genaue Hinweise geben, was Sie vor dem Test essen und trinken dürfen — manchmal müssen Sie einige Stunden nüchtern bleiben
  • Weil die Menge des Wachstumshormons im Blut im Tagesverlauf schwankt, können statt einer einzelnen Blutentnahme mehrere Proben oder ein Stimulations- beziehungsweise Suppressionstest angeordnet werden

Erhöhtes Wachstumshormon

Ein erhöhter Wachstumshormonspiegel wird bei Erwachsenen meist mit einer Akromegalie und bei Kindern mit einem Gigantismus in Verbindung gebracht; beiden liegt am häufigsten ein Tumor der Hirnanhangsdrüse oder eine Störung der hormonbildenden Zellen zugrunde. Beurteilt wird der Wert zusammen mit IGF-1 und mit bildgebenden Untersuchungen der Hirnanhangsdrüse.

Ursachen eines erhöhten Werts

  • Ein Tumor der Hirnanhangsdrüse, der zu viel Wachstumshormon bildet
  • Akromegalie bei Erwachsenen — ein langsam fortschreitendes Krankheitsbild durch einen langfristigen Überschuss an Wachstumshormon
  • Gigantismus bei Kindern, solange die Wachstumsfugen der Knochen noch nicht geschlossen sind
  • Eine Resistenz gegenüber dem Wachstumshormon (der Körper kann es nicht richtig nutzen, weshalb die Bildung ausgleichend steigt)

Anzeichen eines Überschusses an Wachstumshormon

  • Eine tiefere, raue Stimme
  • Vergrößerte Gesichtszüge — Lippen, Nase, Zunge
  • Größere Hände und Füße als gewohnt
  • Verdickte Knochen
  • Grobe, fettige Haut, verstärktes Schwitzen und stärkerer Körpergeruch
  • Ein unregelmäßiger Menstruationszyklus bei Frauen, Erektionsstörungen bei Männern
  • Bei Kindern — schnelles Wachstum, ein unverhältnismäßig großer Kopf, leichtes bis mäßiges Übergewicht

Was nach einem erhöhten Wert üblicherweise beurteilt wird

  • Der Laborwert IGF-1 — er ist über den Tag stabiler und wird häufig zur Bestätigung eines Überschusses an Wachstumshormon genutzt
  • Eine bildgebende Untersuchung der Hirnanhangsdrüse (MRT), wenn ein Tumor vermutet wird
  • Ein Suppressionstest (Glukose-Suppressionstest), der ärztlich zur genaueren Einordnung angeordnet werden kann
  • Ein Gespräch in der Endokrinologie über das weitere Vorgehen

Niedriges Wachstumshormon

Ein niedriger Wachstumshormonspiegel wird bei Kindern mit einem verlangsamten Wachstum und bei Erwachsenen mit einer Unterfunktion der Hirnanhangsdrüse (Hypopituitarismus) in Verbindung gebracht. Bei Erwachsenen wird dieser Test seltener durchgeführt, weil die Beschwerden meist unspezifisch sind.

Ursachen eines niedrigen Werts

  • Unterfunktion der Hirnanhangsdrüse (Hypopituitarismus) — eine eingeschränkte Funktion dieser Drüse
  • Ein angeborener oder erworbener Mangel an Wachstumshormon im Kindesalter
  • Eine Schädigung der Hirnanhangsdrüse nach einem Tumor, einer Operation oder einer Strahlentherapie

Anzeichen eines Mangels an Wachstumshormon

  • Bei Kindern — ein verlangsamtes Wachstum im Vergleich zu Kindern gleichen Geschlechts und Alters
  • Bei Kindern — geringere Körpergröße, kürzere Arme und Beine, niedrigeres Gewicht
  • Bei Kindern — kleine Genitalien bei Jungen, verzögerte Pubertät
  • Bei Erwachsenen — Müdigkeit, verminderte Knochendichte und geringere Muskelmasse

Was nach einem niedrigen Wert üblicherweise beurteilt wird

  • Der Laborwert IGF-1 zur zusätzlichen Bestätigung
  • Ein Stimulationstest, bei dem ärztlich ein Medikament oder Glukose gegeben und der Verlauf des GH-Werts beobachtet wird
  • Eine bildgebende Untersuchung der Hirnanhangsdrüse, wenn eine strukturelle Schädigung vermutet wird
  • Bei Kindern — das Verfolgen der Wachstumskurve und ein Gespräch in der Endokrinologie

Verwandte Seiten

IGF-1 ist im Blut stabiler und wird häufig zusammen mit einer einmaligen Messung des Wachstumshormons oder an deren Stelle bestimmt. Weitere erläuterte Laborwerte: TSH und Prolaktin. Siehe auch wie Sie Blutbefunde lesen und wie Sie sich auf eine Blutuntersuchung vorbereiten.

Die gesamte Website auf Litauisch: proactiva.app

Häufige Fragen

›Wie hoch ist der normale Wachstumshormonwert im Blut?

Laut MedlinePlus liegt der Bereich bei erwachsenen Männern bei 0,05–3 ng/ml (µg/l) und bei erwachsenen Frauen bei 0,05–8 ng/ml. Bei Kindern richtet sich der Normbereich nach Alter und Geschlecht. Weil die Hormonmenge im Tagesverlauf schwankt, geben das Labor und die Ärztin oder der Arzt den genauen Bereich und die Deutung an.

›Warum schwankt das Wachstumshormon im Blut?

Das Wachstumshormon wird in Schüben freigesetzt, vor allem im Tiefschlaf. Eine einmalige Messung am Tag kann die tatsächliche Lage deshalb verfehlen. Aus diesem Grund werden manchmal mehrere Proben oder ein Stimulations- beziehungsweise Suppressionstest angeordnet.

›Wie unterscheiden sich der Wachstumshormon- und der IGF-1-Test?

Das Wachstumshormon (GH) im Blut schwankt im Tagesverlauf, während IGF-1 (insulinähnlicher Wachstumsfaktor 1), dessen Bildung durch GH angeregt wird, stabiler ist und häufig als zuverlässigerer Langzeitwert für den Wachstumshormonstatus genutzt wird.

›Welche Anzeichen sprechen bei Erwachsenen für ein erhöhtes Wachstumshormon?

Laut MedlinePlus sind für eine Akromegalie typisch: eine tiefere Stimme, vergrößerte Gesichtszüge, größere Hände und Füße, verdickte Knochen, grobe fettige Haut und verstärktes Schwitzen. Solche Anzeichen sollten Sie ärztlich besprechen.

›Welche Anzeichen sprechen bei Kindern für ein niedriges Wachstumshormon?

Laut MedlinePlus sind das ein verlangsamtes Wachstum im Vergleich zu Gleichaltrigen, eine geringere Körpergröße, kürzere Arme und Beine und ein niedrigeres Gewicht, manchmal auch eine verzögerte Pubertät. Wenn Sie solche Anzeichen bemerken, lohnt sich ein Arztbesuch.

›Ist vor einem Wachstumshormon-Test eine besondere Vorbereitung nötig?

Laut MedlinePlus können vor dem Test genaue Hinweise zum Essen und Trinken gegeben werden; in manchen Fällen sollen Sie einige Stunden nüchtern bleiben. Die konkreten Vorgaben nennt immer die Ärztin oder der Arzt, die oder der den Test anordnet.

›Welche Grenzwerte gelten beim Suppressionstest (Glukosetest) für Wachstumshormon?

Für den Suppressionstest wird morgens nüchtern Blut abgenommen, dann eine Glukoselösung getrunken, und weitere Proben werden über 1–2 Stunden entnommen. Laut MedlinePlus fällt das Wachstumshormon nach der Glukose normalerweise unter 1 ng/ml; bleibt es erhöht und sinkt nicht, besteht bei Erwachsenen der Verdacht auf Akromegalie, bei Kindern auf Gigantismus. Die Grenzwerte der Labore können leicht abweichen.

›Welche Grenzwerte gelten beim Stimulationstest für Wachstumshormon?

Beim Stimulationstest wird ein Medikament, das die Ausschüttung von Wachstumshormon anregt, in die Vene gegeben, und über 2–5 Stunden wird mehrmals Blut abgenommen. Laut MedlinePlus gilt ein Spitzenwert von 10 ng/ml (10 µg/l) oder mehr als normal und schließt einen Wachstumshormonmangel aus, 5–10 ng/ml als unklar und 5 ng/ml oder weniger als unzureichend. Eine unzureichende Antwort wird bei Kindern mit einem Wachstumshormonmangel und bei Erwachsenen mit einem Wachstumshormonmangel des Erwachsenen in Verbindung gebracht.

Quellen

  1. MedlinePlus (US National Library of Medicine): Wachstumshormon-Test — 2026-09-06
  2. MedlinePlus: Wachstumshormon-Tests — 2026-09-06
  3. MedlinePlus: Growth hormone suppression test — 2026-09-29
  4. MedlinePlus: Growth hormone stimulation test — 2026-09-29

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Diese Informationen sind keine Diagnose und ersetzen keine ärztliche Beratung. Referenzbereiche hängen vom Labor, vom Alter und vom Geschlecht ab — vergleichen Sie Ihr Ergebnis immer mit dem Bereich, der auf Ihrem eigenen Befund steht.