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Ratgeber Blutwerte
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Autoimmun und Allergie

Anti-CCP: was ein positives oder negatives Ergebnis bedeutet (anti-CCP)

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ab 24 €
Medicina practica (2026-09-19)
Aktualisiert
2026-09-13
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Was Anti-CCP ist

Anti-CCP-Antikörper sind Autoantikörper – Proteine des Immunsystems, die irrtümlich körpereigenes Gewebe angreifen, in diesem Fall die Gelenkinnenhaut. Sie richten sich gegen citrullinierte Proteine: normale Proteine, deren Struktur sich bei einer Entzündung verändert. Die Anti-CCP-Bestimmung erfolgt meist gemeinsam mit dem Rheumafaktor (RF): Sind beide Werte positiv, spricht das laut MedlinePlus dafür, dass eine rheumatoide Arthritis wahrscheinlich ist. Ist Anti-CCP positiv und der RF negativ, kann das ein frühes Stadium der rheumatoiden Arthritis oder ein erhöhtes Risiko bedeuten, sie künftig zu entwickeln. Anti-CCP gilt als spezifischerer Wert als der RF, denn ein RF kann auch andere Ursachen haben. Ein positives Anti-CCP kommt gelegentlich auch beim Sjögren-Syndrom, beim systemischen Lupus erythematodes, bei Tuberkulose oder bei chronischen Lungenerkrankungen vor. Ein negatives Ergebnis bedeutet, dass im Blut keine Anti-CCP-Antikörper gefunden wurden; eine rheumatoide Arthritis ist damit aber nicht vollständig ausgeschlossen – weitere Untersuchungen können nötig sein.

Wie das Ergebnis angegeben wird

Die Anti-CCP-Bestimmung wird meist als positives oder negatives Ergebnis und nicht als numerischer Referenzbereich angegeben – MedlinePlus nennt keine konkreten Zahlenschwellen. Die genaue Skala Ihres Labors und dessen Grenzwert finden Sie auf Ihrem eigenen Befund; für die Deutung des Ergebnisses wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

ErgebnisWofür es laut MedlinePlus sprichtWas zu bedenken ist
Positiv, bei positivem RheumafaktorEine rheumatoide Arthritis ist wahrscheinlichDie beiden Werte werden meist gemeinsam beurteilt; die endgültige Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt
Positiv, bei negativem RheumafaktorKann ein frühes Stadium der rheumatoiden Arthritis oder ein erhöhtes Risiko bedeuten, sie künftig zu entwickelnAnti-CCP gilt als spezifischerer Wert als der RF, denn ein RF kann auch andere Ursachen haben
Positiv, bei anderen ErkrankungenEin positives Ergebnis kommt gelegentlich auch beim Sjögren-Syndrom, beim systemischen Lupus erythematodes, bei Tuberkulose oder bei chronischen Lungenerkrankungen vorEin positives Ergebnis bedeutet daher nicht immer eine rheumatoide Arthritis
Negativ, bei negativem RheumafaktorEine rheumatoide Arthritis ist weniger wahrscheinlichSie ist nicht vollständig ausgeschlossen, besonders im frühen Stadium – bei anhaltenden Beschwerden können weitere Untersuchungen nötig sein

Wann die Untersuchung angefordert wird

  • Bei Gelenkschmerzen, besonders bei symmetrischen Schmerzen – auf beiden Körperseiten
  • Bei Steifigkeit der Gelenke am Morgen, die länger als eine halbe Stunde anhält
  • Wenn Schwellungen, Rötungen oder eine verstärkte Berührungsempfindlichkeit der Gelenke auffallen
  • Wenn neben den Gelenkbeschwerden Müdigkeit oder leichtes Fieber bestehen
  • Bei Verdacht auf eine rheumatoide Arthritis – meist gemeinsam mit der Bestimmung des Rheumafaktors (RF)
  • Wenn der Rheumafaktor negativ ist, die Beschwerden aber weiter den Verdacht auf ein frühes Stadium der Erkrankung begründen

So bereiten Sie sich vor

  • In der Regel ist keine besondere Vorbereitung nötig
  • Nennen Sie unbedingt jedes Medikament, jedes Vitamin und jedes Nahrungsergänzungsmittel, das Sie einnehmen – einige davon müssen möglicherweise 8 Stunden vor der Untersuchung gemieden werden
  • Das Blut wird aus einer Vene entnommen, meist am Arm

Ein positives (erhöhtes) Anti-CCP

Ein positives Anti-CCP gemeinsam mit einem positiven Rheumafaktor spricht laut MedlinePlus dafür, dass eine rheumatoide Arthritis wahrscheinlich ist. Ein positives Anti-CCP bei negativem RF kann ein frühes Stadium der Erkrankung oder ein erhöhtes Risiko bedeuten, sie künftig zu entwickeln. Seltener kommt ein positives Ergebnis auch bei anderen autoimmunen oder chronischen Erkrankungen vor.

Mögliche Ursachen eines positiven Ergebnisses

  • Rheumatoide Arthritis – besonders gemeinsam mit einem positiven Rheumafaktor
  • Ein frühes Stadium der rheumatoiden Arthritis oder ein erhöhtes Risiko, sie künftig zu entwickeln (bei negativem RF)
  • Sjögren-Syndrom
  • Systemischer Lupus erythematodes
  • Tuberkulose
  • Chronische Lungenerkrankung

Beschwerden, die ein positives Ergebnis begleiten können

  • Gelenkschmerzen und Schwellungen
  • Morgensteifigkeit der Gelenke
  • Müdigkeit
  • Leichtes Fieber

Was Sie nach einem positiven Ergebnis mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen können

  • Das Ergebnis des Rheumafaktors (RF) gemeinsam mit Anti-CCP – sie werden meist zusammen beurteilt
  • Entzündungswerte (CRP, BSG) und die ärztliche Untersuchung der Gelenke
  • Wie lange die Beschwerden bestehen und wie sie sich zeigen – ob sie symmetrisch sind, wie lange die Steifigkeit am Morgen anhält
  • Ob eine rheumatologische Beurteilung nötig ist, um die Diagnose zu klären

Ein negatives Anti-CCP

Ein negatives Anti-CCP-Ergebnis bedeutet, dass im Blut keine Anti-CCP-Antikörper gefunden wurden. Laut MedlinePlus spricht ein negatives Anti-CCP gemeinsam mit einem negativen Rheumafaktor dafür, dass eine rheumatoide Arthritis weniger wahrscheinlich ist; vollständig ausgeschlossen ist sie damit aber nicht – besonders bei anhaltenden Beschwerden können weitere Untersuchungen nötig sein.

Was hinter einem negativen Ergebnis stehen kann

  • Es liegt keine rheumatoide Arthritis vor oder sie ist unwahrscheinlich
  • Ein frühes Stadium der Erkrankung, in dem noch nicht genügend Antikörper vorhanden sind – die Beschwerden müssen beobachtet und die Untersuchung wiederholt werden

Was Sie nach einem negativen Ergebnis mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen können

  • Die Ursache der Beschwerden, wenn Gelenkschmerzen oder Steifigkeit anhalten – andere Untersuchungen (RF, CRP, BSG, Bildgebung der Gelenke)
  • Ob es sinnvoll ist, die Untersuchung später zu wiederholen, wenn die Beschwerden anhalten oder zunehmen
  • Eine rheumatologische Beratung, wenn die Diagnose unklar bleibt

Die gesamte Website auf Litauisch: proactiva.app

Häufige Fragen

›Wie hoch ist ein normaler Anti-CCP-Wert?

Die Anti-CCP-Bestimmung wird meist als positives oder negatives Ergebnis und nicht als numerischer Referenzbereich angegeben – MedlinePlus nennt keine konkreten Zahlenschwellen. Die genaue Skala Ihres Labors und dessen Grenzwert finden Sie auf Ihrem Befund; für die Deutung des Ergebnisses wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

›Wie unterscheidet sich Anti-CCP vom Rheumafaktor (RF)?

Beide Untersuchungen werden bei Verdacht auf eine rheumatoide Arthritis eingesetzt, doch Anti-CCP gilt als spezifischer. Laut MedlinePlus kann ein positives Anti-CCP bei negativem RF ein frühes Stadium der rheumatoiden Arthritis oder ein erhöhtes Risiko bedeuten, sie künftig zu entwickeln. Die beiden Werte werden meist gemeinsam beurteilt.

›Bedeutet ein positives Anti-CCP immer eine rheumatoide Arthritis?

Nicht immer. Ein positives Anti-CCP gemeinsam mit einem positiven RF spricht dafür, dass eine rheumatoide Arthritis wahrscheinlich ist, doch ein positives Ergebnis kommt gelegentlich auch beim Sjögren-Syndrom, beim systemischen Lupus erythematodes, bei Tuberkulose oder bei chronischen Lungenerkrankungen vor. Die endgültige Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt.

›Schließt ein negatives Anti-CCP eine rheumatoide Arthritis aus?

Nicht vollständig. Laut MedlinePlus spricht ein negatives Anti-CCP gemeinsam mit einem negativen Rheumafaktor dafür, dass eine rheumatoide Arthritis weniger wahrscheinlich ist, doch die Möglichkeit bleibt, besonders im frühen Stadium. Halten die Beschwerden an (Gelenkschmerzen, Steifigkeit), können weitere Untersuchungen angefordert werden.

›Wann wird eine Anti-CCP-Bestimmung angefordert?

Angefordert wird sie meist bei Gelenkschmerzen, Schwellungen, Morgensteifigkeit, Müdigkeit oder leichtem Fieber – Beschwerden, die für eine rheumatoide Arthritis typisch sind. Sie hilft, die Diagnose zu bestätigen oder auszuschließen, meist gemeinsam mit der Bestimmung des Rheumafaktors.

›Ist vor der Anti-CCP-Bestimmung eine besondere Vorbereitung nötig?

In der Regel ist keine besondere Vorbereitung nötig, doch nennen Sie unbedingt jedes Medikament, jedes Vitamin und jedes Nahrungsergänzungsmittel, das Sie einnehmen – einige davon müssen möglicherweise 8 Stunden vor der Untersuchung gemieden werden. Das Blut wird aus einer Vene entnommen.

Quellen

  1. MedlinePlus (US-amerikanische National Library of Medicine): CCP-Antikörper — 2026-09-06

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Diese Informationen sind keine Diagnose und ersetzen keine ärztliche Beratung. Referenzbereiche hängen vom Labor, vom Alter und vom Geschlecht ab — vergleichen Sie Ihr Ergebnis immer mit dem Bereich, der auf Ihrem eigenen Befund steht.