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Ratgeber Blutwerte
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Elektrolyte und Mineralstoffe

Natrium im Blut: Normalwerte und Befunde

Erwachsene135–145 mmol/l

135–145 mEq/l; die Laborbereiche unterscheiden sich geringfügig. Medizinische Enzyklopädie MedlinePlus

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ab 7 €
Medicina practica (2026-09-19)
Aktualisiert
2026-09-13
Jede Zahl mit Quelle

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Was Natrium ist und warum es bestimmt wird

Natrium ist das wichtigste Ion des Blutplasmas und der Extrazellulärflüssigkeit: Es bestimmt, wie viel Wasser in den Gefäßen und um die Zellen herum gehalten wird, und wirkt sich damit unmittelbar auf Blutvolumen und Blutdruck aus; gemeinsam mit Kalium beeinflusst es Nervenimpulse und Muskelkontraktion. Die Natriumkonzentration wird über die Nieren, das Durstgefühl und Hormone geregelt — das antidiuretische Hormon (Vasopressin) und Aldosteron. Deshalb steckt hinter einer Natriumveränderung meist ein Problem des Wasserhaushalts und nicht des Salzes: Eine Hyponatriämie (niedriges Natrium) entsteht, wenn der Körper zu viel Wasser zurückhält oder bei Erbrechen und Durchfall Flüssigkeit zusammen mit Salzen verliert. Eine Hypernatriämie entsteht, wenn Wasser verloren geht oder zu wenig getrunken wird. Natrium wird im Rahmen der Elektrolytbestimmung zusammen mit Kalium, Chlorid und Kreatinin untersucht. Ausgeprägte Abweichungen wirken sich auf das Gehirn aus — sie führen zu Verwirrtheit und Krampfanfällen — und werden deshalb dringlich beurteilt.

Referenzbereich

GruppeBereich, mmol/lQuelle
Erwachsene 135–145 mEq/l; die Laborbereiche unterscheiden sich geringfügig. Medizinische Enzyklopädie MedlinePlus135–145MedlinePlus Geprüft 2025-11-06

Die medizinische Enzyklopädie MedlinePlus gibt diesen Bereich für Erwachsene an. Die Laborbereiche unterscheiden sich geringfügig, vergleichen Sie Ihr Ergebnis deshalb mit dem Bereich, der auf Ihrem eigenen Befund steht — siehe auch wie Sie Blutwerte lesen.

Wann Natrium bestimmt wird

  • Im Rahmen der Elektrolytbestimmung — bei einer Vorsorgeuntersuchung, vor einer Operation oder bei einer chronischen Erkrankung
  • Bei Austrocknung oder bei anhaltendem Erbrechen oder Durchfall
  • Bei Verwirrtheit, Schwäche oder Krampfanfällen — besonders im höheren Alter
  • Zur Kontrolle während der Einnahme von Diuretika, bestimmten Antidepressiva oder Blutdruckmitteln
  • Bei Erkrankungen von Nieren, Herz, Leber, Nebennieren oder Schilddrüse

Wie Sie sich vorbereiten

  • Eine besondere Vorbereitung ist nicht nötig
  • Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Sie bitten, Medikamente vorübergehend abzusetzen — Antibiotika, Antidepressiva, Blutdruckmittel, Lithium, nichtsteroidale Antirheumatika, Diuretika; setzen Sie sie nicht eigenmächtig ab

Ein erhöhter Wert — Hypernatriämie

Natrium gilt als erhöht, wenn das Ergebnis über der oberen Grenze des Erwachsenenbereichs liegt — laut der medizinischen Enzyklopädie MedlinePlus über 145 mmol/l, wobei sich die Laborbereiche geringfügig unterscheiden. Erhöhtes Natrium (Hypernatriämie) bedeutet meist Wassermangel: Es wird zu wenig getrunken, Flüssigkeit geht bei Fieber, Durchfall oder Schwitzen verloren, oder das Durstgefühl ist im höheren Alter beeinträchtigt. Weitere Ursachen sind Diabetes insipidus, Störungen der Nebennieren, zu viel Natrium sowie bestimmte Medikamente. Aufgeführt werden folgende Ursachen:

  • Zu wenig Flüssigkeit — beeinträchtigtes Durstgefühl, Unfähigkeit zu trinken
  • Großer Flüssigkeitsverlust — Fieber, Durchfall, Schwitzen
  • Diabetes insipidus
  • Störungen der Nebennieren
  • Zu viel Natrium über die Nahrung oder über Infusionslösungen
  • Bestimmte Medikamente

Mögliche Beschwerden:

  • Durst
  • Schwäche, Reizbarkeit
  • Verwirrtheit, Schläfrigkeit
  • In schweren Fällen — Krampfanfälle

Was Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen sollten:

  • Wie viel und was Sie trinken und ob es einen Flüssigkeitsverlust gab
  • Kreatinin und GFR — die Nierenfunktion
  • Urinuntersuchung, wenn ein Diabetes insipidus vermutet wird
  • Die Medikamente, die Sie einnehmen

Ein niedriger Wert — Hyponatriämie

Natrium gilt als niedrig, wenn das Ergebnis unter der unteren Grenze des Erwachsenenbereichs liegt — laut der medizinischen Enzyklopädie MedlinePlus unter 135 mmol/l, wobei sich die Laborbereiche geringfügig unterscheiden. Niedriges Natrium (Hyponatriämie) ist die häufigste Elektrolytstörung. Ursachen sind zu viel Wasser im Körper (Herz-, Leber- und Nierenerkrankungen, unangemessene Sekretion des antidiuretischen Hormons), Flüssigkeitsverlust durch Erbrechen oder Durchfall, Nebenniereninsuffizienz, Schilddrüsenunterfunktion, Diuretika und bestimmte Antidepressiva. Sehr hohe Glukose- oder Triglyzeridwerte können Natrium fälschlich niedrig erscheinen lassen. Aufgeführt werden folgende Ursachen:

  • Zu viel Wasser im Körper — Herzinsuffizienz, Leberzirrhose, Nierenerkrankung
  • Unangemessene Sekretion des antidiuretischen Hormons (Vasopressin)
  • Flüssigkeitsverlust — Erbrechen, Durchfall
  • Nebenniereninsuffizienz
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Medikamente — Diuretika, bestimmte Antidepressiva
  • Sehr hohe Glukose- oder Triglyzeridwerte — fälschlich niedriges Natrium
  • Ketonurie

Mögliche Beschwerden:

  • Übelkeit, Kopfschmerzen
  • Schwäche, Müdigkeit
  • Verwirrtheit, Reizbarkeit
  • In schweren Fällen — Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen

Was Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen sollten:

  • Ob das Natrium rasch oder allmählich gesunken ist — davon hängt die Dringlichkeit ab
  • Den Flüssigkeitshaushalt — wie viel getrunken wird, ob Schwellungen bestehen
  • Medikamente — besonders Diuretika und Antidepressiva im höheren Alter
  • Glukose, Schilddrüsenwerte (TSH) und Nebennierenwerte (Kortisol) sowie Natrium im Urin — zur Unterscheidung der Ursachen

Verwandte Untersuchungen

Natrium wird im Rahmen der Elektrolytbestimmung zusammen mit Kalium, Chlorid und Kreatinin untersucht. Je nach vermuteter Ursache kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Glukose, Schilddrüsen- und Nebennierenwerte ergänzen. Verwandte Seiten: Kalium, Chlorid, Kreatinin, Glukose, TSH, Kortisol.

Die gesamte Website auf Litauisch: proactiva.app

Häufige Fragen

›Wie hoch ist der normale Natriumwert im Blut?

Laut der medizinischen Enzyklopädie MedlinePlus liegt der Bereich bei 135–145 mmol/l (mEq/l). Die Laborbereiche unterscheiden sich geringfügig, vergleichen Sie Ihr Ergebnis deshalb mit dem Bereich, der auf Ihrem eigenen Befund steht.

›Natrium 132 — ist das gefährlich?

132 mmol/l liegt leicht unter dem Bereich — eine milde Hyponatriämie. Ob das bedeutsam ist, hängt von der Ursache, den Beschwerden und davon ab, wie rasch das Natrium gesunken ist. Häufige Ursachen sind Diuretika, bestimmte Antidepressiva und zu viel Flüssigkeit. Besprechen Sie den Wert mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, besonders bei Übelkeit, Verwirrtheit oder Schwäche.

›Bedeutet niedriges Natrium, dass ich mehr Salz essen muss?

Meist nicht. Natrium im Blut sinkt nicht durch Salzmangel, sondern durch zu viel Wasser im Körper oder durch hormonelle Störungen. Was hilft, hängt von der Ursache ab — manchmal muss die Flüssigkeitszufuhr begrenzt, manchmal müssen Medikamente umgestellt werden. Das entscheidet die Ärztin oder der Arzt.

›Welche Medikamente senken Natrium?

MedlinePlus nennt Diuretika und bestimmte Antidepressiva; Natrium wird außerdem von nichtsteroidalen Antirheumatika, Lithium und einigen Blutdruckmitteln beeinflusst. Während der Einnahme wird Natrium, besonders im höheren Alter, regelmäßig kontrolliert.

›Muss ich vor der Natriumbestimmung nüchtern sein?

Nein, eine besondere Vorbereitung ist nicht nötig. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Sie bitten, einige Medikamente vorübergehend abzusetzen — tun Sie das nicht eigenmächtig.

Quellen

  1. MedlinePlus Medizinische Enzyklopädie: Natrium im Blut — 2026-09-06

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Diese Website ist kein Notdienst. Wenn plötzlich starke Brust- oder Kopfschmerzen, Atemnot, Verwirrtheit, Sprachstörungen, starke Blutungen oder eine andere akute Störung auftreten — warten Sie nicht auf Laborwerte, rufen Sie 112 an.

Diese Informationen sind keine Diagnose und ersetzen keine ärztliche Beratung. Referenzbereiche hängen vom Labor, vom Alter und vom Geschlecht ab — vergleichen Sie Ihr Ergebnis immer mit dem Bereich, der auf Ihrem eigenen Befund steht.